Color Manage­ment in der Adobe Crea­tive Suite

Post­Script oder Adobe Print Engine

Gründe für den PDF-Export über InDesign

Es gibt viele “alte Zöpfe”, die bis heute oft noch beibehalten werden. Aber wussten Sie, dass PostScript von Adobe nicht mehr weiterentwickelt wird, auch das EPS-Format? Und Acrobat Destiller seit Jahren nicht mehr weiterentwickelt wurde?
Der direkte PDF-Export ist somit das zukunftsweisende Verfahren – also PDFs für die Adobe PDF Print Engine.

Alte Zöpfe & Irrglauben:

  • Passmarken, Schneidemarken, Farbmarken etc. sind inzwischen für den Druck nicht mehr notwendig.
  • Bilder können für den Offsetdruck eine kleinere Auflösung als 300 dpi haben.
  • PDF-X bedeutet nicht unbedingt, dass ein Druck-PDF fehlerfrei druckbar ist.
  • Standard-Einstellungen von Adobe sind für den Druck unbrauchbar.

PostScript oder Adobe Print Engine?

Bevor Sie Druck-PDFs erstellen, müssen zwei Probleme behoben werden:

  1. Alle von Adobe mitgelieferten PDFs-Settings sind für den Druck unbrauchbar.
  2. Die in der Druckerei eingesetzte Technik ist uns unbekannt.

Nutzt die Druckerei PostScript oder Print Engine? Klären Sie mit der Druckerei ab, ob Sie PDFs mit oder ohne Transparenzen liefern sollen. PDFs mit Transparenzen, also für die Print Engine, haben viele Vorteile: kleinere Datenmenge, schellerer PDF-Export, keine Fehler bei der Transparenzreduzierung.

Nutzt die Druckerei keine Print Engine müssen Sie Ihre Dokument sorgfältig mit der »Transparenzreduzierungsvorschau« prüfen und anschließend Acrobat-4-kompatibel (PDF-Version 1.3) als PDF exportieren.

Tipp

Legen Sie zwei Export-Settings an:
eines für PostScript (Transparenzen reduziert) und eines für die Print Engine (mit Transparenzen).
In beiden Settings werden RGB-Bilder zu CMYK-Bilder konvertiert und als Zielprofil »ISO Coated v2« für den Bogenoffsetdruck eingestellt.
Den PDF-X-Standard lassen Sie offen. Diesen können Sie später mit einem Klick auf X-1a, X-3 oder S-4 ändern.

Legen Sie neue Export-Settings an!

Beachten Sie: Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass viele glauben ein PDF-X sei immer für den Druck geeignet. Dieser Standard überprüft aber z.B. nicht, ob bilder in ausreichender Auflösung vorhanden sind. Das PDF-X3 erlaubt z.B. auch keine Transparenzen.

Alle Standard-Einstellungen von InDesign basieren auf den »alten« Destiller-Settings, diese können Fehler verursachen.
Die Settings [Druckqualität] und [Qualitativ hochwertiger Druck] erzeugen PDFs mit Transparenzen und Farbprofile werden in Tags eingebettet – dies verursacht Probleme in Druckereien, die noch mit PostScript-Rips arbeiten.

Wichtig

Es ist daher notwendig, neue Export-Settings in InDesign anzulegen. Sprechen Sie mit Ihrer Druckerei. Verwendet diese die Print Engine, sollten Sie PDFs mit Transparenzen liefern. Verwendet sie hingegen PostScript-RIP, müssen Sie PDFs ohne Transparenzen liefern.
Wenn Sie nicht wissen, wer die PDFs druckt sollten Sie sicherheitshalber PDFs ohne Transparenzen verwenden.